Blockade zu Lasten der Kinder - Umsetzung des EU-Schulobstprogrammes muss kommen
21. Juli 2009 1 KommentarMit Unverständnis reagierte Matthias Groote, SPD-Europaabgeordneter auf die Ablehnung der Bundesländer, kostenloses Obst und Gemüse an Schulen zu verteilen. In wenigen Wochen enden die Ferien in den meisten Bundesländern. Sollten es sich die Landesfürsten bis dahin nicht anders überlegt haben, kann das EU-Schulobstprogramm nicht wie ursprünglich geplant zu Beginn des anstehenden Schuljahrs starten.
Dabei sei die Versorgung der Schülerinnen und Schüler mit Obst und Gemüse ein wichtiger Beitrag zur gesunden Ernährung.
"Die Veränderung der Essgewohnheiten von Kindern wird sich später auszahlen", ist sich Groote sicher. "Wer schon als Kind viel Obst und Gemüse isst, greift auch als Erwachsener häufiger dazu und beugt so gesundheitlichen Risiken vor." Laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation gelten in Europa etwa 22 Millionen Kinder als fettleibig.
Der SPD-Europaabgeordnete hat sich gemeinsam mit seinen SPD-Kollegen im letzten Jahr dafür eingesetzt, dass bereits für das Schuljahr 2009/2010 entsprechende EU-Mittel im Haushalt vorgesehen werden. Diese müssen allerdings mit nationalen Mitteln kofinanziert werden. Dazu sind die Bundesländer bisher nicht bereit und wollen den Bund in die Pflicht nehmen. "Hier wird zu Lasten der Kinder, und das im wahrsten Sinne des Wortes, Verantwortung abgelehnt", kritisierte der Sozialdemokrat. "Auf der einen Seite beharren die Länder auf ihrer Bildungshoheit, geht es aber um Fragen der Finanzierung, wird der 'Schwarze Peter' dem Bund zugeschoben." Dem Land Niedersachsen stünden 1,49 Millionen Euro zu, würde das Land genau den gleichen Betrag hierfür investieren.
1 Kommentar zu Blockade zu Lasten der Kinder - Umsetzung des EU-Schulobstprogrammes muss kommen
Djure Meinen
1am 05. August 2009 um 10:46 Uhr
Da ihr vermutlich keine Trackbacks annehmt, verlinke meinen Beitrag zum Thema mal manuell: http://www.50hz.de/schulobst/
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