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Mehr Elektroschrott sammeln

19. Januar 2012 0 Kommentare

Das Europäische Parlament hat heute die Richtlinie für den Umgang mit Elektro- und Elektronik-Altgeräten verabschiedet. Es verschärft damit die bisherige Richtlinie, die offiziell WEEE-Richtlinie genannt wird (Waste Electrical and Electronic Equipment, deutsch: Elektro- und Elektronikgeräte-Abfall). Matthias Groote: „Die Übergangszeit bis zur neuen Richtlinie in den Jahren 2018/19 ist zu lang. Aber die Bestimmungen über den Umgang mit Elektroschrott sind ein Fortschritt."

Der Abgeordnete aus Ostrhauderfehn erklärt weiter: "So können Verbraucher dann alte kleine Elektrogeräte unter 25 Zentimeter Länge bei großen Elektrohändlern zurückgeben, ohne ein neues zu kaufen. Das verspricht eine größere Sammelmenge. Mehr zu sammeln ist erklärtes Ziel der Richtlinie, denn Elektroschrott birgt wertvolle Rohstoffe. Je mehr Elektroschrott zusammenkommt, desto mehr Rohstoffe können wieder verwertet werden. Ab 2019 müssen 65 Prozent der Elektrogeräte, die in einem EU-Land in den drei Jahren zuvor verkauft worden sind, getrennt gesammelt werden. Das verspricht bedeutend mehr als heute mit einer Sammelquote von vier Kilo pro Kopf. Die EU tastet dabei die wichtige Rolle unserer Kommunen bei der Elektroschrott-Sammlung nicht an.

Heute wird viel Elektroschrott illegal ins Ausland gebracht. Die Richtlinie erschwert diese Praktiken. So kehrt sie die Beweislast beim Export um: Händler müssen beweisen, dass Alt-Geräte auch funktionieren und kein Schrott sind. Bisher lag es bei Behörden, die Exportware als Abfall zu deklarieren. Alles in allem ist die neue Richtlinie ökologisch und auch wirtschaftlich ein großer Schritt nach vorne. Bedauerlich, dass wir nicht sofort loslaufen dürfen.“



 

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