Ein typischer Arbeitstag im Leben des Europaabgeordneten Matthias Groote
Häufig werde ich gefragt, was so ein MdEP - Mitglied des Europäischen Parlaments - eigentlich den ganzen Tag macht. Wer die Rubrik "Sitzungswoche" aufmerksam gelesen hat, wird feststellen, dass es - schon wegen der unterschiedlichen Sitzungs-, Ausschuss-, Fraktions- und Wahlkreiswochen - den typischen Tag im Leben des Europaabgeordneten Matthias Groote gar nicht gibt. Ich möchte trotzdem exemplarisch einen Tagesablauf in einer Mini-Plenarwoche in Brüssel beschreiben.
Mein Arbeitstag in der Ausschusswoche in Brüssel beginnt um 6.45 Uhr, wenn der Wecker klingelt. Um 7.45 Uhr bin ich dann im Parlament. Nach dem Frühstück in der Kantine geht es an den Schreibtisch. Hier warten Post, Arbeitsdokumente und Telefonate auf mich. Mit meinen Mitarbeiterinnen bespreche ich den Tagesablauf. Um 9 Uhr beginnen die Ausschusssitzungen. Da es aus Zeitgründen oft passiert, dass meine Ausschüsse zeitgleich tagen, gehe ich dann vorrangig in den Ausschuss wo die Themen diskutiert werden, die ich für die Fraktion oder die SPD-Gruppe betreue. Um 10 Uhr wird im Ausschuss abgestimmt. Um 12 Uhr läuft die Frist für Änderungsanträge an einem Bericht im Umweltausschuss aus. Als Schattenberichterstatter meiner Fraktion schließe ich mich mit zwei Kolleginnen kurz und reiche unsere Änderungsanträge per Fax ein.
Nach einem kurzen Mittagssnack tagt dann die Gruppe der 23 SPD-Abgeordneten, um sich über anstehende Dossiers und aktuelle Gegebenheiten abzustimmen. Eine Interviewanfrage wird erledigt und die Presseerklärung zum Ausgang der Abstimmung im Ausschuss rausgeschickt. Nachmittags folgen weitere Ausschusssitzungen bis 18h30 und Treffen mit Interessenvertretern. Am Ende des Tages tausche ich mich noch mit meinen Mitarbeitern im Wahlkreis und in Brüssel über die laufenden Dossiers aus.










